Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft kritisiert die geplante Zulage für 

Notfallsanitäter/in in Sachsen und Sachsen-Anhalt als nicht angemessen und unzureichend.

Grund hierfür ist der Referentenentwurf, bei denen Notfallsanitäter künftig pro aktiver Einsatzstunde im rettungsdienstlichen Notfalleinsatz eine Erschwerniszulage von 3 € bekommen sollen. „Solch eine Erschwerniszulage steht gegenüber der Verantwortung, die ein Notfallsanitäter trägt, in keinem Verhältnis“, so der Landesvorstand der DFeuG, in Sachsen. 

Die Ernennungzum Notfallsanitäter ist keine Erschwernis, sie spiegelt die per Notfallsanitätergesetz übertragene Verantwortung wieder. Und diese endet nicht gemessen in Zeit, sondern sie verpflichtet den Feuerwehrbeamten mit Staatsexamen Notfallsanitäter/in die erlernten Maßnahmen und Medikamente im rechtfertigenden Notstand und in eigener Verantwortung einzusetzen, um gesundheitliche Schäden abzuwenden und das Leben zu schützen. Diese Maßnahmen waren bisher nur einem Notarzt vorbehalten.

Das Führen solch einer Berufsbezeichnung setzt eine 3-jährige Ausbildung voraus, die mit einer Examensprüfung endet. Neben der Absolvierung der Laufbahnprüfung zum Berufsfeuerwehrmann und der vorab notwendigen Berufsausbildung bedeutet dies, dass alle Kolleginnen und Kollegen insgesamt mehr als 7 Jahre die Schulbank drücken. „In solch einer Zeit absolvieren Mediziner vergleichsweise ihr Studium“, so der Vorstand weiter, „sie dann mit solch einer unverhältnismäßig geringen Zulage abspeisen zu wollen ist absolut realitätsfremd!“

Die deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft fordert seit langem für Notfallsanitäter/in eine Besoldung nach A9, für Notfallsanitäter/in als Praxisanleiter A10 g.D. 

(A10 Sonderlaufbahn m.D.) und für Notfallsanitäter/in als leitender Praxisanleiter und/oder OrgL A11 g.D. (A11 Sonderlaufbahn m.D.) oder vergleichbare Entgeltgruppe bei Tarifbeschäftigten.

Durch diese Maßnahmen würden auch genügend Mitarbeiter motiviertwerden, die den Beruf Notfallsanitäter/in ergreifen möchten. Die resultierenden Kosten würden sich über die Rettungsdienstbedarfspläne in die Gebührensatzungen einrechnen lassen und seien somit durch die Kostenträger refinanziert.Ein Notfallsanitäter ist Fahrzeugführer, in seinen Händen liegt die Verantwortung für das Wohl seiner Patienten,dafür erwarten wir auch eine angemesseneBesoldung. Diese Forderung ist realistisch und nachvollziehbar, ihre Umsetzung sollte seitens der Politik auch bis spätestens 2021 erfolgen!

Vorstand DFeuG

-LG Sachsen-

 

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Mit Unverständnis und Missbilligung haben wir den Artikel „SACHSENS RETTER KOMMEN IMMER ÖFTER ZU SPÄT, MIT TEILS TÖDLICHEN FOLGEN“ (HTTPS://WWW.TAG24.DE/NACHRICHTEN/DRESDEN-TORGAU-SACHSEN-SACHSENS-RETTER-KOMMEN-IMMER-OEFTER-ZU-SPAET-MIT-TEILS-TOEDLICHEN-FOLGEN-1019037) in der Presse zur Kenntnis genommen und fordern hierzu eine Richtigstellung gegenüber unseren Kolleginnen und Kollegen in den Integrierten Rettungsleitstellen (IRLS), in Sachsen.

Tagtäglich leisten unsere Kolleginnen und Kollegen deutschlandweit in den Rettungsleitstellen hochengagiert einen der psychisch anspruchsvollsten Jobs, in dessen Mittelpunkt „der Mensch uns dessen Hilfeersuchen“ steht. 

Die hierfür zur Verfügung stehenden Ressourcen an Rettungsmitteln stehen in der heutigen Zeit meist in einem Missverhältnis zu den notwendigen Rettungswagen (RTW) und Notarzteinsatzfahrzeugen (NEF). Der Fehler ist hierbei nicht in den neuen Integrierten Rettungsleitstellen (IRLS) oder bei deren Mitarbeitern zu suchen, sondern in der Politik! Die Kolleginnen und Kollegen können nur die Rettungsfahrzeuge disponieren, die ihnen durch die Gebietskörperschaften zur Verfügung gestellt werden. Es ist klare Aufgabe der Politik, auf eine Anpassung des Rettungsdienstbereichsplanes hinzuwirken, damit die Hilfsfristen eingehalten werden. Seit Jahren steigen Notrufaufkommen stetig, eine damit einhergehende, notwendige Anpassung der Rettungsmittel erfolgte leider bisher nicht- eine Verfehlung der Politik und nicht der Kolleginnen und Kollegen in den Rettungsleitstellen (IRLS). 

Auch die in den Integrierten Rettungsleistellen genutzte Software kann nur optimal eingesetzt werden, wenn die Gebietskörperschaften auch die entsprechenden Daten zur Verfügung stellen, deren Ertüchtigung ist Aufgabe der zuständigen Gebietskörperschaft.

Das Politiker, die durch regelmäßige Anpassung der Bereichspläne die Vorhaltung entsprechend steuern müssten hier Kritik an der Arbeit der Rettungsleitstellen äußern, grenzt schon an eine Farce. Hier sei die Frage berechtigt, ob sich manch ein Politiker überhaupt seiner wirklichen Aufgaben bzw. Kontrollfunktion bewusst ist?!

Wir, die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG), versichern jedem Bürger der den Notruf 112 wählt, dass unsere Kolleginnen und Kollegen in den Rettungsleitstellen täglich voll engagiert ihr bestmöglichstes geben, um mit den zur Verfügung stehenden Rettungsmitteln jedem Hilfeersuchen schnellstmöglich die größte Hilfe zukommen zu lassen.

 

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Weihnachtsgruß 2018

Weihnachtsruß_2018

Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft weist auf den 7.12. „Tag des brandverletzten Kindes” hin. 
Zum neunten Mal veranstaltet der Verein Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. den bundesweiten Aktionstag.
Der diesjährige „Tag des brandverletzten Kindes“ am 7. Dezember 2018 warnt unter dem Motto
„Noch ganz klein – schon brandverletzt“ vor Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen bei Säuglingen, Neugeborenen und Kleinkindern. 76 % aller thermisch verletzten Kinder sind jünger als 5 Jahre. „Die meisten dieser Unfälle passieren im häuslichen Bereich und nicht, wie von vielen Eltern vermutet, im Straßenverkehr“, weiß Dr. Kay Großer, Vorstandsvorsitzender des Arbeitskreises „Das schwerbrandverletzte Kind“. „Die Unfallzahlen in der Hochrisikogruppe – Kinder unter 5 Jahren – stagnieren seit Jahren auf hohem Niveau. Deshalb muss Prävention rechtzeitig ansetzen, bestenfalls schon in der Schwangerschaft, spätestens mit der Geburt.“ „Zu der Hauptunfallursache bei Kindern unter 5 Jahren zählt die Verbrühung durch beispielsweise eine Tasse mit heißem Tee“, betont Adelheid Gottwald, Vorsitzende von Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. „Die Kinderhaut ist im Vergleich sehr viel dünner. Deshalb reicht bereits eine Tasse mit heißem Tee aus, um 30 % der Körperoberfläche eines Kleinkindes zu verbrühen“, weiß Adelheid Gottwald. Präventionsarbeit ist wesentlich, um Eltern, Verwandte und Angehörige auf Unfallgefahren hinzuweisen und zu zeigen, wie man kleine Kinder vor Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen schützen kann. 

So schützen Sie Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder Heiße Flüssigkeiten nicht am Tischrand abstellen 
Kabel (Wasserkocher) und Tischdecken nicht herunter hängen lassen 
Heiße Oberflächen wie Kaminöfen oder Herdplatten absichern 
Badewassertemperatur kontrollieren
Wärmflaschen fest verschließen
Streichhölzer und Feuerzeuge außer Reichweite von Kindern aufbewahren 
Speisen aus der Mikrowelle umrühren und probieren 
Steckdosen sichern 
Föhn und Heizdecken nicht in Babybettchen legen 
Vorsicht mit Rotlichtlampen 
Putzmittel sicher wegschließen

Wenden Sie sich im Notfall an den Notruf 112 und schildern Sie was passiert ist!Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. berät und begleitet Familien mit brandverletzten Kindern in jeder Phase nach dem Unfall. Ein großes Kompetenznetzwerk steht zur Verfügung, sodass keine Frage rund um die thermische Verletzung im Kindesalter offen bleibt. Ziel ist es, für jedes brandverletzte Kind individuell die bestmögliche Versorgung zu erreichen und präventiv auf Unfallursachen hinzuweisen.
Paulinchen Hotline
Sie erreichen uns unter der kostenlosen Hotline: 0800 0 112 123

   Ihre Spende hilft

Mithilfe Ihrer Spende können wir Familien mit brandverletzten Kindern bestmöglich zur Seite stehen und sie durch den langjährigen, schmerzhaften Prozess begleiten. Veranstaltungen wie das Paulinchen-Seminar oder das Paulinchen-Jugendwochenende sind ohne Ihre Unterstützung nicht durchführbar. 
Zusätzlich machen Sie sich durch Ihre Spende für unsere Präventionsarbeit stark: Gemeinsam Unfälle verhindern!

Bank für Sozialwirtschaft AG
IBAN: 
DE54 2512 0510 0008 4794 00  
BIC: 
BFSWDE33HAN

Feuerkrebs DokuIm Sommer  2018 hat die internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), Teil der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Liste karzinogener Stoffe veröffentlicht. 
Darin werden den Brandrauchinhaltsstoffen bestimmte Krebsarten zu geordnet, die ein erhöhtes Risiko für Einsatzkräfte darstellen an bösartigen Krebs zu erkranken.

Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft mit dem Partner FeuerKrebs gUG setzen sich dafür ein, dass nachgewiesene Krebsarten als Berufskrankheit für Feuerwehreinsatzpersonal anerkannt werden.
Mit der Anerkennung erhoffen sich beide Organisationen eine Erleichterung für die Betroffenen, ihre Ansprüche ohne langwierige Auseinandersetzungen geltend machen zu können. 

Solange dies noch nicht geschehen ist, empfehlen wir jedem Einzelnen diese Lücke durch eine gewissenhafte Dokumentation zu schließen. 
Dafür stehen auf unserer Internetseite www.dfeug.de im Hauptmenü Download, Vordrucke für ein persönliches Expositionstagebuch zur Verfügung.

Das Arbeitsschutz-Gesetz (ArbSchG) gilt für Beamtinnen und Beamte bei der Feuerwehr 

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