Müssen Einsatzkräfte der Feuerwehr und Rettungsdienste künftig um ihre Gesundheit und ihr Leben bangen?

Mit großer Sorge beobachtet der Bundesvorsitzende der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) die Berichte über Gewalt und stetig schlimmer werdende Übergriffe auf Einsatzkräfte. 

„Für uns als Fachgewerkschaft sind die anwachsenden und jetzt wohl organisierten Übergriffe ein alarmierendes Zeichen“, so Siegfried Maier. „Wenn Polizisten, organisiert, in einer Art und Weise angegriffen und verletzt werden, wie jetzt in Stuttgart, wer ist dann der nächste?

Feuerwehr, Rettungsdienst, THW?

Sollen oder wollen wir künftig Verhältnisse wo Rettungskräfte zum Eigenschutz bewaffnet ihren Aufgaben nachgehen? Das kann nicht die Lösung sein. Müssen unsere Einsatzkräfte künftig mit Bodycams ausgerüstet zum Patienten fahren? Ist es das was die Bevölkerung in Deutschland will?

Wir fühlen uns fest verwurzelt, über das Ehrenamt und Nachbarschaftsveranstaltungen, über unsere tägliche gute Arbeit.

Jetzt brauchen wir aber Austausch und Aufklärung darüber, wem Angriffe auf Einsatzkräfte wirklich schaden: Solche Taten blockieren und verlangsamen Hilfe, die meist schnell kommen muss. Jeder der Einsatzkräfte attackiert, tötet vielleicht indirekt andere Menschen. Hören Sie auf damit!“, so Maier weiter.

Allein in den letzten 6 Monaten gibt es genügend Beispiele, für stetig steigende Straftaten gegen Einsatzkräfte, die zunehmend organisiert und geplant erscheinen. Silvesternacht in Berlin, Hydranten in Gera, Hinterhalt in Dietzenbach und jetzt Stuttgart, das ist nur ein Bruchteil von Beispielen, die sich leider beliebig fortsetzen lassen.

„Es ist an der Zeit, dass die Politik endlich Taten folgen lässt, die Epoche für Lippenbekenntnisse ist vorbei. Es ist nicht länger akzeptabel, dass unsere Einsatzkräfte, deren Aufgabe das Retten von Menschenleben ist, selbst um ihr eigenes Leben und ihre Gesundheit bangen müssen. Wir erwarten hier durch unsere Gerichte eine konsequente Strafverfolgung unter Ausschöpfung aller rechtlich möglichen Mittel. Hierbei ist auch nicht die immer wieder von Politikern geforderte Erhöhung der Strafmaße die Notwendigkeit. Diese Floskeln sind unnötig.

Wer Polizisten angreift und verletzt, ebnet den Weg für den nächsten Schritt! Die Hemmschwelle sinkt leider.

Kolleg*innen der Polizei arbeiten mit uns täglich an Einsatzstellen zusammen und sorgen dafür, dass wir helfen können. Diesen Menschen muss jetzt geholfen werden. Lassen Sie unsere Kolleg*innen nicht allein. “.

Wir als Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft können nicht länger hinnehmen, dass Anzeigen unserer Kolleginnen und Kollegen eingestellt werden, diese Straftaten im Sande verlaufen, denn dieser Umstand führt regelmäßig zu einer Resignation bei unseren Einsatzkräften, enthemmt auf der anderen Seite die Täter zunehmend.

Wir fordern:

- eine konsequente Strafverfolgung aller Täter

- regelmäßige Schulung zur Notwehr/Nothilfe für alle Kolleg*innen

- entsprechende persönliche Schutzausrüstung für alle Kolleg*innen

- intensivere Zusammenarbeit aller Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben

- Aufklärung der Bevölkerung

- zentrale Sammlung der Daten zu Übergriffen

        Siegfried Maier​​​​         ​​  

         Bundesvorsitzender ​

 

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AG- Gesundheit der DFeuG empfiehlt G26.3 bzw. G31- Untersuchungen bei „geheilten“ Einsatzkräften, nach COVID-19-Infektion

Bezugnehmend auf einen aktuellen Bericht von https://www.rainews.it/, zu Langzeitschäden der Lungen, nach einer SARS-CoV-2-Infektion, empfiehlt die AGGesundheit der DFeuG  eine unverzichtbare und unverzügliche G26.3 bzw. G31 Untersuchung bei “geheilten” COVID-19-Patienten mit der Qualifikation AGT und Taucher, bevor sie wieder eingesetzt werden. 

In dem Artikel „Dauerhaft geschädigt“, wird von Patienten, mit „irreversiblen Schäden an der Lunge“ berichtet.

Laut Oberarzt der Universitätsklinik Innsbruck, Frank Hartig, sollen sich Personen mit entsprechenden Tätigkeiten, nach einer überstandenen Covid-19-Infektion, auf jeden Fall gründlich von einem Taucharzt untersuchen lassen, auch wenn sie nur leichte Symptome hatten und noch eine aufrechte Tauchtauglichkeitsuntersuchung haben.

Das Dokument findet ihr unter: https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/articoli/2020/04/tag-Coronavirus-Lungeschaden-Forschung-Uniklinik-Innsbruck-6708e11e-28dc-4843-a760-e7f926ace61c.html?wt_mc=2.www.fb.undefined_ContentItem-6708e11e-28dc-4843-a760-e7f926ace61c.&wt

Bleibt gesund!

Euer Bundesvorstand

Im Auftrag M.Bätge, AG Gesundheit

 

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#wirfüreuch #wirbleibenzuhause #flatthecurve

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Wir empfehlen allen Kolleginnen und Kollegen, analog zur Führung des Expositions-tagebuches für Brand- und Gefahrstoffeinsätze, auch Rettungsdiensteinsätze, mit Bezug zu Corona-Fälle, in einem Expositionstagebuch zu dokumentieren. 

Hintergrund sind die derzeit unbekannten möglichen gesundheitlichen Folgeschäden, die auch längerfristig durch das Virus ausgelöst werden können. 

Eine irreversible kardiale und/oder pulmonale Schädigung kann zurzeit medizinisch nicht ausgeschlossen werden. 

Entsprechende Erkrankungen führen zum Verlust der Einsatzdiensttauglichkeit nach G26.3, was wiederum i.d.R. eine Dienstuntauglichkeit nach sich zieht. 

Unter diesem Gesichtspunkt, verbunden mit dem Nachweis der berufsbedingten Erkrankung nach einem Einsatz, ist eine vorzeitige Versetzung in den Ruhestand nicht ausgeschlossen. 

Wir empfehlen daher zur Sicherheit, diesen Nachweis derzeit selbst persönlich zu führen und entsprechend zu archivieren.

Das Dokument findet ihr unter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Kontaktperson/Tagebuch_Kontaktpersonen.html

Bleibt gesund

Euer Vorstands

 

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Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft fordert die Bundesregierung auf, die „Corona Lage“ ab jetzt in die bundeseinheitlichen und bewährten Führungssysteme der Feuerwehren zu überführen. Mit dem Blick nach Bayern zeigt sich, wie zielführend es sein kann eine zentrale Stabsarbeit zu etablieren.

Die Feuerwehrdienstvorschrift (FwDV 100) von Feuerwehr und Katastrophenschutz gewährleistet sowohl die Kommunale wie auch die Länderübergreifende Zusammenarbeit, als auch die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, Einrichtungen und Behörden. Nach dieser sollte jetzt gearbeitet werden.

Eine Bewältigung der Situation auf Kommunal- oder Kreisebene ist nicht mehr möglich, wir sollten auf altbewährte und länderübergreifende Systeme zurückgreifen, um die anstehende Situation bestmöglich zu bewältigen. 

Nach den momentanen Festlegungen liegen die Führung und Leitung bei den örtlich zuständigen Gesundheitsämtern. Diese haben oft nicht genügend Ressourcen und spezielle Fachexpertise im operativ Taktischen Bereich, um mit einer solchen Lage umzugehen. Mitschuld daran ist der Sparkurs der vorangegangenen Jahre in den gesamten Bereichen der Daseinsfürsorger, vor allem im Bereich der kritischen Infrastruktur. 

 „Die Sicherstellung einer einheitlich strukturierten Abarbeitung solch einer nationalen Notlage muss die oberste Priorität sein“, so Siegfried Maier, Bundesvorsitzender der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG). 

Dass dieses Führungssystem sich hierzu hervorragend eignet, hat rückblickend die Abarbeitung der Flüchtlingskrise, im Jahre 2015 gezeigt und die Jahrhunderthochwasser der vergangenen Jahre. 

Unsere Kolleginnen und Kollegen beklagen akut die derzeitigen Insellösungen der vielen Gesundheitsämter, allein in Berlin agieren hier 12 Gesundheitsämter dezentral und nebeneinander. Dies hemmt oft die präklinische Patientenversorgung und bindet unnötige Ressourcen bei Feuerwehr und Rettungsdiensten sowie unserer Rettungsleitstellen. 

Unterschiedliche Systeme führen zu vermehrtem Personalbedarf und parallelem Arbeiten. DiePersonalressourcen der Feuerwehren, Rettungsdienste und Leitstellen sind momentan in einen kritischen Bereich. Hier muss alles unternommen werden, um die nächsten Wochen überstehen zu können. 

Es ist jetzt an der Zeit, um intelligent Personal einzuteilen, damit auch in den nächsten Wochen eine Versorgung sichergestellt werden kann. 

Wir raten der Politik dringend umzudenken, bevor es zu spät ist!

         Siegfried Maier                                                               Tobias Thiele

          Bundesvorsitzender                                                       Pressesprecher

Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft

 

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TrauerDie Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft trauert mit den Kollegen der Feuerwehr Hamburg um unseren Kollegen. 

Mit Bestürzung und Fassungslosigkeit reagierten wir auf die Nachricht, dass unser Kollege im Urlaub seiner Corona-Infektion erlag. 

Es hat uns ein Kollege verlassen, dem nicht nur die Feuerwehr als Institution am Herzen lag, sondern auch die Menschen hinter der Uniform.

Unser tiefstes Mitgefühl gilt insbesondere der Familien sowie den Angehörigen und den Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr Hamburg.  

In diesen schweren Stunden sind unsere Gedanken bei ihnen. 

               Siegfried Maier                                                                                 Daniel Dahlke

              Bundesvorsitzender                                                                        Vorsitzender Hamburg

 

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