Informationsaustausch zwischen der Deutschen Feuerwehr Gewerkschaft (DFeuG) und dem Deutschen Berufsverband Rettungsdienst e.V. (DBRD)

Täglich versuchen wir in Einsätzen unsere Ressourcen zu optimieren, greifen zur Bewältigung der unterschiedlichen Lagen auf Fachexpertisen und -berater zurück. 

Was sich im Einsatzdienst bewährt, gilt auch für unsere basisnahe Gewerkschaftsarbeit. 

Kräfte bündeln, gemeinsam etwas bewegen: Unter diesem Motto fand am 3. August 2020 in Lübeck ein erstes "Kennenlerngespräch mit Informationsaustausch" zwischen der DFeuG und dem DBRD statt. 

In bilateralen Gesprächen wurden Themen behandelt, an deren Lösungen man künftig gemeinsam arbeiten möchte. Hierzu gehören unter anderem:

➢ Gewalt gegen Einsatzkräfte 

➢ Notfallsanitätergesetz und die Auswirkungen auf den Rettungsdienst und die Feuerwehr

➢ Schnittpunkte zwischen der DFeuG und dem DBRD ausloten 

➢ Präsenz bei den Entscheidungsträgern in der Politik herstellen 

➢ Studien die z.Zt. im Rettungsdienst laufen 

➢ Einsatzstellenhygiene

Aus Sicht der DFeuG war dieses Treffen ein voller Erfolg. Viele Schnittmengen und Themen sind erarbeitet und besprochen worden, die wir auch in Zukunft gemeinsam verfolgen wollen. Eine weitere zielorientierte Zusammenarbeit wurde vereinbart.

Diana Bergmann

Leiterin AG Rettungsdienst

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Gemeinsame Kampagne der Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) und der Gewerkschaft der Polizei NRW (GdP) wirbt für mehr Respekt, gegenüber Einsatzkräften

 

Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte kümmern sich in ihrem täglichen Dienst um die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. Immer häufiger werden unsere Einsatzkräfte mit aggressiven Verhalten konfrontiert. Dem stellen wir uns entschieden entgegen. Mit der Kampagne „Respekt?!Ja Bitte!“ werben Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungssanitäter für mehr Respekt gegenüber den Einsatzkräften und in unserer Gesellschaft.

Die Zunahme des respektlosen Verhaltens ist mittlerweile durch viele Vorfälle belegt. Auch die Berichte unserer Kolleginnen und Kollegen über gewalttätige Angriffe nehmen in den letzten Jahren immer mehr zu. Dabei kommt es zu einem immer extremer werdenden Ausmaß von Gewalt. Immer häufiger werden die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr durch gewalttätige Angriffe für einen längeren Zeitraum oder sogar auf Dauer dienstunfähig.

Mit unserer gemeinsamen Homepage www.respekt-ja-bitte.de appellieren wir gemeinsam an alle Menschen, dass sie die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst ihre Arbeit machen lassen und sie weder behindern, noch angreifen. Unsere Einsatzkräfte sind diejenigen, die 365 Tage im Jahr 24 Stunden rund um die Uhr für die Bürgerinnen und Bürger da sind und ihnen helfen. 

Deshalb sollte jeder Bürger Respekt gegenüber unseren Einsatzkräften zeigen und dankbar sein, dass er in einer Notlage jederzeit ihre Hilfe bekommt.

Mit der Homepage möchten wir zur Aufklärung beitragen, unsere Kampagne näher vorstellen. Unser Ziel ist die Sensibilisierung der Bevölkerung, damit wir gemeinsam ein Zeichen gegenüber aggressiven Verhalten setzen, die Angriffe auf Einsatzkräfte bald der Vergangenheit angehören.

 

#Respekt?!JaBitte!

 

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Bereits zu später Stunde am Abend des 13.07.2020 ereilten uns erste Meldungen über den Vorfall, der sich während eines vermeintlichen Routineeinsatzes der Berufsfeuerwehr Mannheim ereignete. 

Durch das völlig unverständliche und höchst gefährliche Verhalten eines PKW-Fahrers, konnten während eines Einsatzes Feuerwehrmänner nur knapp einer Katastrophe entgehen. Im Laufe des Geschehens gefährdete der Fahrer einen Feuerwehrmann, der sich nur durch einen beherzten Sprung zu Seite retten konnte. Im Anschluss fuhr der Fahrer des PKWs auf einen anwesenden Polizeibeamten zu, worauf es in Folge zur Schussabgabe auf das Fahrzeug kam.

Dieser Vorfall zeigt erneut auf, welcher Gefährdung unsere Kolleginnen und Kollegen täglich aussetzt sind und wie schnell aus einem Routineeinsatz eine nicht mehr einschätzbare Lage entstehen kann. 

Mit der Kampagne „Respekt?! Ja Bitte!“ geht die DFeuG (Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft) bereits seit mehreren Jahren zusammen mit der GdP (Gewerkschaft der Polizei) gegen Respektlosigkeit, Beleidigung und körperliche Gewalt gegen Einsatzkräfte vor. 

Im Zuge dieser Kampagne fordern wir die Politik auf, endlich aktiv zu werden und härter durchzugreifen. Dass solch eine Person keine 24 Stunden später bereits auf freiem Fuß ist und hier leidglich von einer „erheblichen Verkehrsstraftat“ gesprochen wird, macht uns fassungslos!

Der Landesverband der DFeuG Baden-Württemberg konnte bereits telefonisch mit der Amtsleitung der Berufsfeuerwehr Mannheim in einen ersten Dialog treten. 

In Kürze wird es zu diesem Vorfall zu einem weiterten, persönlichen Treffen zwischen der Amtsleitung und dem DFeuG Landesverband Baden-Württemberg kommen. Wir begrüßen dies ausdrücklich, denn nur gemeinsam lassen sich effektive Konzepte erarbeiten und den Verantwortlichen der Politik vorbringen.

Auf diesem Wege wünschen wir den beteiligten Einsatzkräften alles Gute und bedanken uns für Ihren täglichen Einsatz!

 

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Mit großem Entsetzen haben wir von den Ausschreitungen und den damit verbundenen Übergriffen auf Einsatzkräfte erfahren. 

Die erschreckende Hemmungslosigkeit und Gewalt gegenüber denen Alltagshelden, die Tag für Tag für Bürgerinnen und Bürger dieses Landes ihr Bestes geben, erreicht ein trauriges Höchstniveau. 

Die DFeuG (Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft) verurteilt diese Taten auf das Schärfste! 

Zu unserem Bedauern handelt es sich hier um keinen Einzelfall, täglich werden Einsatzkräfte bedrängt, beleidigt und körperlich angegangen. 

Wann ist die Grenze erreicht? Wir sind der Meinung, die Grenze wurde längst überschritten und haben zusammen mit der GdP (Gewerkschaft für Polizei) die Kampagne „Respekt, Ja Bitte“ ins Leben gerufen. 

Nun liegt es in den Händen der Politik, den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen von der Basis zu suchen, um schnell und konsequent weitere Maßnahmen zu erarbeiten und zu ergreifen. 

Wir sind bereit für weitere Gespräche mit den Verantwortlichen aus der Politik, um uns hier für mehr Respekt gegenüber Einsatzkräften aktiv einzusetzen. 

Wir wünschen allen Einsatzkräften, ob physisch oder psychisch verletzt, eine schnelle Genesung und sagen Danke für Euren täglichen Einsatz!

 

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Praxisbeispiel -> Einsatzstelle Louis-Krages-Straße Asbest-Belastung für Bremer Feuerwehrleute

 

Einsätze unter Vorkommen von asbesthaltigen oder sonstigen mineralfaserhaltigen Baustoffen/Bauteilen sind nicht neu.

In vielen Kleingartenkolonien kommen immer noch, häufig, asbesthaltige Faserzement-platten*, als Bedachungen, vor.

(*Fälschlicherweise werden diese pauschal als „Eternitplatten“ bezeichnet. Eternit ist der Name des Herstellers!)

In anderen Bereichen lassen sich auch entsprechende Materialien nachweisen, beispielsweise in Feuerschutzverkleidungen.

Auch als „verdeckte“ Asbestprodukte, beispielhaft in div. Baustoffen (Putz oder Spachtelmasse) finden diese noch heute Verwendung.

Seit 1993 ist der Vertrieb neu hergestellter Asbestprodukte in Deutschland, und seit 2005 europaweit verboten. 

Die Verarbeitung der Fasern in Deutschland ist seit Ende der 1990er Jahre untersagt.

Ob und inwiefern faserversetzte Nachfolgeprodukte für die Einsatzkräfte, im weiteren Verlauf, gesundheitsschädlich sind, ist leider noch nicht umfänglich erwiesen. 

Das Asbest gefährlich ist und schwere Lungenkrankheiten verursacht, dagegen, weitestgehend schon.

Allerdings wird dabei immer noch oft zwischen den „bösen“ Amphibolasbesten (Krokydolith und Amosit) und dem angeblich weniger schlimmen Serpentinasbest Chrysotil (weißer Asbest) differenziert.

Feinste, lungengängige Fasern machen das Mineral so gefährlich und unberechenbar. Sie verbreiten sich leicht in der Luft, wo sie von Menschen, bei unzureichendem Atemschutz, schließlich eingeatmet werden können. Dort gelangen sie in die Lunge und führen zu krankhaften Veränderungen bis hin zum gefürchteten Mesotheliom (Asbestose).

Das Chrysotil als der „weniger gefährliche Asbest“ bezeichnet wird, ist mit großer Sicherheit ein gefährlicher Irrtum, den eine Arbeitsgruppe der Ruhr Universität Bochum, bereits 2017 wissenschaftlich belegen konnte.

Hierbei wurden Daten von exponierten Menschen, deren Lungen über längere Zeiträume hinweg mit einer Asbestkonzentration belastet waren, am Pathologischen Institut der Bochumer Ruhr Universität ausgewertet und im Abstand von 4 bis 21 Jahren, nach Ende der Asbestexposition, mehrfach beprobt und mikroskopisch untersucht.

Das Ergebnis war eindeutig. Es konnten, auch lange nach Ende des Asbestkontaktes, immer noch erhebliche Faserkonzentrationen im Gewebe nachgewiesen werden. 

Neben den angeblich „bösen“ Amphibolasbesten, auch immer wieder hohe Gehalte an Chrysotil. 

Erschreckend dabei: die über den langen Zeitraum beobachteten Asbestgehalte im Lungengewebe der Betroffenen blieben stabil. Es fand kein Abbau statt. 

Asbestfasern sind über längere Zeiträume biopersistent.

 

Auch bei Chrysotil oder Weißasbest, der wohl am meisten verwendeten und in den meisten Produkten vorkommenden Asbestform.

Die lange Nachweisbarkeit, mit dem fehlenden Abbau der Mineralfasern in der Lunge ist der Grund, warum die Fasern Krankheiten auslösen. Asbeste können durch ihre gute Spaltbarkeit in sehr feine Fasern, sehr lange in der Luft bleiben und dort von Menschen über die Atemwege aufgenommen werden. Bedingt durch ihre geringe Größe können diese Fasern sehr tief in die Lunge und in die Lungenbläschen eindringen und dort leider nicht von den Immunzellen abgebaut werden.

Die Folgen sind chronische Entzündungen und schließlich die Bildung von Tumoren. 

Das Mesotheliom gilt als typischer, asbestbedingter Tumor. Aber auch andere Krebserkrankungen werden mit Asbest in Verbindung gebracht. Dabei kann der Ausbruch der Krankheit durchaus 10 bis 40 Jahre auch dem Ende der Asbestexposition erfolgen.

Die AG Gesundheit der DFeuG empfiehlt daher:

 

  • Die Erstellung und Umsetzung spezieller „feuerwehrtauglicher“ Einsatzhygienekonzepte beim Umgang während und nach Einsätzen, mit asbesthaltigen oder sonstigen mineralfaserhaltigen Baustoffen/Bauteilen, basierend auf den TRGS 519/521(technische Regeln für Gefahrstoffe) und des vfdb- Merkblattes „Empfehlung für den Feuerwehreinsatz zur Einsatzhygiene bei Bränden“
  • Vorhaltung/Bestellung einer Person mit Sachkundenachweis nach TRGS 519 Anlage 4
  • Dokumentation (wie ZED), analog zur TRGS 519 Anlage 1.1 (Vordrucke für unser Expositionstagebuchfindet ihr unter www.dfeug.de)
  • Arbeitsmedizinische Folgeuntersuchungen 

In Bremen wurde durch das Feuer im Bremer Industriehafen bekannt, dass das Objekt sowie die nähere Umgebung mit Asbest kontaminiert sind. Mit dem Bekanntwerden dieses Umstandes wurden umgehend Gespräche zwischen der Amtsleitung der Feuerwehr Bremen, dem Personalrat und der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft geführt. 

Gemeinsames Ziel: die Auswirkungen auf die Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr lückenlos zu dokumentieren und einen entsprechenden Expositionsnachweis zu führen.

Fahrzeuge, Gerätschaften und PSA werden beprobt und labortechnisch untersucht. 

In Bremen existiert bereits eine aktuell gültige Dienstanweisung zum Umgang mit „Lungengängigen Fasern (LGF)“, in der die Vorgehensweise bei der Reinigung von Helmen und Fahrzeugen bereits angepasst und umgesetzt wird.

Bleibt gesund!

Eure AG Gesundheit

Quellen: https://scilogs.spektrum.de/mente-et-malleo/asbest-der-lunge-wie-gefaehrlich-ist-chrysotil/

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AG- Gesundheit der DFeuG empfiehlt G26.3 bzw. G31- Untersuchungen bei „geheilten“ Einsatzkräften, nach COVID-19-Infektion

Bezugnehmend auf einen aktuellen Bericht von https://www.rainews.it/, zu Langzeitschäden der Lungen, nach einer SARS-CoV-2-Infektion, empfiehlt die AGGesundheit der DFeuG  eine unverzichtbare und unverzügliche G26.3 bzw. G31 Untersuchung bei “geheilten” COVID-19-Patienten mit der Qualifikation AGT und Taucher, bevor sie wieder eingesetzt werden. 

In dem Artikel „Dauerhaft geschädigt“, wird von Patienten, mit „irreversiblen Schäden an der Lunge“ berichtet.

Laut Oberarzt der Universitätsklinik Innsbruck, Frank Hartig, sollen sich Personen mit entsprechenden Tätigkeiten, nach einer überstandenen Covid-19-Infektion, auf jeden Fall gründlich von einem Taucharzt untersuchen lassen, auch wenn sie nur leichte Symptome hatten und noch eine aufrechte Tauchtauglichkeitsuntersuchung haben.

Das Dokument findet ihr unter: https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/articoli/2020/04/tag-Coronavirus-Lungeschaden-Forschung-Uniklinik-Innsbruck-6708e11e-28dc-4843-a760-e7f926ace61c.html?wt_mc=2.www.fb.undefined_ContentItem-6708e11e-28dc-4843-a760-e7f926ace61c.&wt

Bleibt gesund!

Euer Bundesvorstand

Im Auftrag M.Bätge, AG Gesundheit

 

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